"Denn Ihr Gehirn kann gar nicht denken."

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Festus



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10.03.2019 12:46 Uhr
... heisst es in dem umstrittenen Framing-Gutachten, in dem Elisabeth Wehling der ARD beibringen will, wie Populismus in richtig geht:
https://cdn.netzpolitik.org/wp-upload/2019/02/framing_gutac
hten_ard.pdf


Und hier der Link zum Framing-Gate-Artikel:
https://scilogs.spektrum.de/engelbart-galaxis/das-framingga
te-der-ard/


Erschreckend, wie gut das funktioniert ...
saendmaen



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10.03.2019 13:05 Uhr
Festus hat folgendes geschrieben:
... heisst es in dem umstrittenen Framing-Gutachten, in dem Elisabeth Wehling der ARD beibringen will, wie Populismus in richtig geht:
https://cdn.netzpolitik.org/wp-upload/2019/02/framing_gutac
hten_ard.pdf


Und hier der Link zum Framing-Gate-Artikel:
https://scilogs.spektrum.de/engelbart-galaxis/das-framingga
te-der-ard/


Erschreckend, wie gut das funktioniert ...Seminar
....gelesen , und mir brummt der Schädel. Aber ich bin ja auch kein Intuleller !

Der Text reicht für ein 14 tägiges Seminar .Für heute bin ich fast überfordert obwohl ...

p.s. ...wer hat es komplett gelesen und verarbeitet . Alle Lügner an die Front !
Festus



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10.03.2019 13:40 Uhr
Komplett gelesen - überfliegend. Komplett verarbeitet - nein.

*happiness

Forenbeiträge: 2109


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10.03.2019 13:51 Uhr
89+ Seiten? Nee Freunde, dit muss sonntags nich sein!
Da schnöker ich lieber in meinem berlinhistorischen Buch als diesem ARD-Mist weiter...

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen! (J. W. v. Goethe)


Steria

Forenbeiträge: 738


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10.03.2019 14:06 Uhr
Wer solche Artikel eistellt, der sollte sie auch im Wesentlichen erklären können!! Dann klappt es auch mit den Mitstreitern?? Dahin gekotzt!! Wer hat schon Lust sich mit einem Text auseinander zu setzen, der in ein Uni Seminar gehört?

Steppendroid

Forenbeiträge: 1132


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10.03.2019 14:33 Uhr
Ich las nur bis dahin: "Denken und sprechen Sie nicht primär in Form von Faktenlisten und einzelnen Details. Den­ken und sprechen Sie zunächst immer über die moralischen Prämissen."


Also allein dieser Satz fasst ja schon zusammen, was der Plan ist. Keine Fakten liefern, sondern mit der Moralkeule schwingen und das Thema emotionalisieren. So hält man sich die Schlafschafe beisammen.


Natürlich liegt das Problem nicht bei der ARD selbst, die für 8 Milliarden im Jahr immer mehr qualitativ Pro7 und RTL kopieren und vom Rest des Geldes für den Rest des Lebens im Paradies leben. Schuld sind nicht die ARD, sondern die bösen Kritiker, die so einen Selbstbedienungsladen moralisch und sachlich nicht unterstützen können - allein aus Gewissensgründen. Wenn man gegen Fakten nicht ankommt, hat sich ja schon bei anderen Gruppen bewährt, es einfach zu emotionalisieren.


Ich bleibe lieber bei den Tatsachen, wovon eine ist: Für den Preis, den man zahlen soll, stimmt die Qualität nicht, die man dafür erwarten darf. Wenn Formate, wie WISO, im Kernwesen einem privaten Format, wie Galileo, gleichen, dann stimmt eben etwas nicht.

Nur wer fällt lernt zu fliegen!

Festus



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11.03.2019 15:46 Uhr
Also eigentlich geht es dort um eine PR-Beratung für die ARD aus kognitionswissenschaftlicher Sicht. Mit der Prämisse, dass eine persönliche Positionierung zu ein und demselben Sachverhalt weniger aufgrund von Fakten als erflogt, als aus einem Gefühl von Gut und Böse - und dass Sprache und Begrifflichkeiten darauf einen grossen Einfluss haben.

Über die kuz beschriebene genannte Wirkungsweise - die Aktivierung verschiedener Gehirnareale bis hin zu Geruchs- und Geschmachsreizen über die konkrete Bedeutung eines Wortes hinaus - insgesamt "Framing" ganannt - wird eine "Moralisches Framing" genannte Methode entwickelt - an der aktuellen Selbsdarstellung der ARD abgearbeitet - und natürlich Vorschläge zur Verbesserung gemacht.

So fand ich es schon interessant, dass ein Wort wie "Programmangebot" für die ARD komplett kontraproduktiv wirkt - weil es einen Frame ihrer Gegner bedient - den ö.r. Rundfunk als Ware wie jede andere. Denn es macht es überhaupt keinen Sinn, innerhalb eines "gegnerischen Frames" über Fakten zu diskutieren - weil man eben damit, ganz unabhängig von den Fakten - den gegnerischen Frame bedient und damit stärkt.

In diesem Licht erscheint der grosse Erfolg populistischer Kräfte absolut logisch - oder warum Leute gegen eigene Interessen wählen - der Frame ist wirksamer als der Fakt. Ich bin gespannt, was die ARD draus macht.

Steppendroid

Forenbeiträge: 1132


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12.03.2019 02:01 Uhr
Was auch immer ein "Frame" sei (dieses Wort ist mir im Deutschen nicht bekannt), entnehme ich dem nun, dass es um sog. Deutungsrahmen und um Assoziationen, sprich kognitive Verknüpfungen geht. Jenes von dir angebrachte Wort "Programmangebot" assoziiert als Beispiel, dass es sich dabei um etwas handle, was man frei wählen kann, da es ja nur ein Angebot ist. Ein Angebot wird einem unterbreitet, aber es gibt keine Verpflichtung, jenes annehmen zu müssen. Angebote sind in ihrer Annahme immer freiwillig.

Bei den ÖRR und deren Programmen handelt es sich faktisch gesehen daher um kein Angebot, da einem deren Dienstleistungen nicht angeboten werden, sondern sie werden über den Willen des einzelnen hinweg gestellt und jeder Haushalt muss dafür zahlen. Ganz direkt gesagt, handelt es sich daher um eine Zwangsabgabe, wie es unter anderem Steuern ebenso sind.

Solche Abgaben sind durchaus wichtig, wenn es um Dinge geht, die als soziales Gemeinwohl angesehen werden (können), und innerhalb einer repräsentativen und/oder direkten Demokratie vom Volk ausgehend bestimmt wird, was eben jenes über Steuern finanziert haben möchte. Das Konstrukt von Steuern kann dadurch gerechtfertigt werden, das mit der Wahl aller, darüber bestimmt wird, was mit den erwirtschafteten Geldern via Steuern für alle aufgebaut und im Aufbau finanziert wird.

Aber keine PR-Agentur kann das Problem der ÖRR lösen, dass jene nicht steuerfinanziert sind und dass kein Bürger für oder gegen jene wählen kann. Wenngleich die Finanzierung jener Einrichtung ähnlich jener Steuern des Staates sind, sprich es sich um Zwangsabgaben handelt, ist es in der Sache grundlegend unterschiedlich. Insbesondere, da innerhalb einer demokratischen Gesellschaft dem Volk die Bestimmungshoheit über die Verwendung der zwangsweise entzogenen Mittel in jeder Hinsicht nicht gewährt wird. Letztendlich gibt es eben nicht einmal die Option der Wahl. Sofern solche Gelder aber zwangsweise erhoben werden, sollte zumindest dem Bürger (im wahrsten Sinne des Wortes) die Wahl gelassen werden, ob er für oder gegen das Grundsatzprogramm der ÖRR ist. Ohne diese Wahlfreiheit, ist es meiner Ansicht nach eine Zwangsabgabe, die nicht mit einer freiheitlichen demokratischen Gesellschaft konform gehen kann.

PR-Agenturen können natürlich helfen, mit Hilfe der richtigen Wortwahl die Wahrheit bzw. Fakten zu verschönigen. Euphemismen sind ein gutes Mittel, um harte und unschöne Fakten und/oder Unanhemlichkeiten als etwas sehr positives zu verkaufen. Aber das wird garantiert nicht das eigentliche Problem an der Sache ändern.

Es wird die Kritiker an diesem ÖRR-Finanzierungssystem, wie es seit 2013 besteht, ganz sicher nicht umstimmen und ganz sicher nicht verblenden. Im Gegenteil. Viel eher sehe ich die Tatsache, dass die ÖRR nun Gelder der Beitragszahler für solche Beratungsaufträge ausgeben, als einen Versuch, einen brennenden Ölherd mit Wasser löschen zu wollen.

Meiner Meinung nach wäre der bessere Ansatz, welchen die ÖRR machen sollten, Einsicht zu zeigen. Einsicht, dass es nicht verhältnismäßig ist, dass jede Wohnung ein Programm finanzieren soll, welches sich qualitativ im Median nicht mehr sonderlich von den rein werbefinanzierten Sendern abhebt. Ebenso Einsicht daran, dass es ein Fehler war, Unsummen an Gehältern an "Promis" und Co. vertraglich zu zahlen und jenen auch noch Unsummen an Pensionszahlungen auf Lebenszeit zuzusagen. Ebenso Einsicht darin, Unmengen an Geldern für sowas wie die Fußballweltmeisterschaften ausgegeben zu haben. U.v.m.

Jene Einsichten wären das beste Mittel, um die Kritik am ÖRR erstmal nicht weiter aufkochen zu lassen. Der nächste und unvermeidbare Schritt wäre dann selbstverständlich, die durchaus überwiegend berechtigten Kritikpunkte ernstzunehmen und daran transparent zu arbeiten.

Ich als Kritiker des ÖRR würde als ein Beispiel vorschlagen, erstmal das Programmangebot massivst zu reduzieren und vor allem kein Quoten orientieres Programm mehr zu machen. Ich würde vorschlagen, wieder zum Kernwesen der ÖRR zurückzukehren, welches eben ist, zu bilden und zu informieren. Wenn ich verblödende Unterhaltung will, habe ich ja x private Sender zur Auswahl. Eben davon muss sich der ÖRR abheben, indem er das liefert, was man sonst nicht bekommt.

Dafür wäre ich sogar bereit 1€ pro Monat zwangsweise zu zahlen.

Nur wer fällt lernt zu fliegen!


Steppendroid

Forenbeiträge: 1132


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12.03.2019 02:20 Uhr
Naja, ich wäre nur dazu bereit, wenn die Berichterstattungen so neutral wie nur möglich wären. Ebenso dürften keine wesentlichen Informationen verschwiegen werden UND kein Bildmaterial aus dem Archiv zu einem anderen Thema als hoch aktuell verkauft werden! All das sind ja bedauerlicherweise Tatsachen. Alles nachweisbar. Das darf halt bei einem Sender, der direkt vom Volk (zwangsweise) finanziert wird, nicht sein. So ein Sender muss dann eben auch echt und absolut unabhängig sein und absolut neutral, sauber und NUR anhand der gegebenen Fakten berichtet und informieren!

Nur wer fällt lernt zu fliegen!


Steppendroid

Forenbeiträge: 1132


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12.03.2019 02:36 Uhr
Wenn auch nur ein Punkt nicht gegeben ist, ist so ein ÖRR nicht mehr, zumindest nicht in dieser Art und Weise, wie er finanziert werden soll und bis dato wird, innerhalb ein freiheitlichen demokratischen Gesellschaft in seiner Existenz gerechtfertigt. Für mich ist diese Sache eineindeutig. Da wird auch nicht die beste PR-Aktion meine Ansicht ändern können.

Aber, was ich weiß, es ist wichtig, sich in keinen Extremismus zu begeben, sondern in solchen Themen sachlich, offen und neutral zu bleiben. Aus diesem Grund bin ich auch keiner, der "Lügenpresse" schreien würde, da das gewiss nicht der Realität entspricht. Sicherlich gibt es Lügen, aber ist nicht alles Lüge, eher im Gegenteil. Es gibt wenig Lügen. Es gibt im TV viel mehr Halbwahrheiten. Wesentliche Informationen werden weggelassen. Damit ist es keine Lüge, aber kann letztendlich den Kern der Aussage massivst verdrehen. Gute Propaganda funktioniert im Grunde genau so: Sage die Wahrheit, aber niemals die ganze! ;)

Daher würde ich eher sagen, wir leben wieder in einer Zeit großer Propaganda. Genau gegen sowas bräuchten wir eigentlich einen Sender, der sich davon ablösen kann, da er nicht durch Steuern, nicht durch Ökonomen, und nicht durch Politiker manipuliert werden kann. Letztendlich ist das ja auch der Urgedanke jenes ÖRR mal gewesen. Jener sollte unabhängig sein. So wie er heute ist, ist er aber keineswegs mehr unabhängig, sondern massivst abhängig von einflussreichen Politikern. ;)

Nur wer fällt lernt zu fliegen!


Steppendroid

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12.03.2019 02:38 Uhr
.. und Lobbyisten.

Nur wer fällt lernt zu fliegen!


Steria

Forenbeiträge: 738


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12.03.2019 10:11 Uhr
Kurzfassung, Der Begriff "Framing" kommt aus der Kommunikationsissenschaft und in seiner Bedeutung englisch "Frame", deutsch Rahmen in dem ein Thema eingebettet ist!
In dem Kontext hat die ARD ein Gutachten erstellen lassen, in dem ausführlich dargestellt wird, wie Mitarbeiter sprechen sollen, es handelt sich hier also um eine Srpechanweisung auch und für Führungkräfte, des Senders, die die Existennz des öffentlich- rechtlichen Rundfunks rechtfertigen sollen. Das Papier wurde gegen den Willen des Senders veröffentlicht! Ein Sprechanweisung, die in sich die Wirksamkeit ihres Inhaltes transportiert und sich auf
den Runfunkbeitrag es Bürgers bezieht! So weit, so gut!!!



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