Eine Treibjagd als Event?

Forum » Diskussionen » Eine Treibjagd als Event?


Autor Beitrag 1 2 weiter
1 2 weiter

Copain

Forenbeiträge: 10


Nach oben
04.09.2019 12:53 Uhr
Sollte man eine Treibjagd als Event einstellen?


Etwas zum lesen:



https://www.peta.de/jagdirrtuemer


https://www.abschaffung-der-jagd.de/




Ich wünsche mir eine Auseinandersetzung mit dem Thema.




Allen, die jetzt besser informiert sind und dennoch teilnehmen wollen, ein fröhliches Waidmannsheil.




Grüße vom Peter

_Reinicke_

Forenbeiträge: 83


Nach oben
04.09.2019 19:29 Uhr
Ich denke grundsätzlich kann doch jeder jedes Event einstellen, wenn es ihm Freude macht und solange es nicht irgendwie illegal ist. Ob es gut ist, wenn sich auf diese Art völlig Ahnungslose, zu denen ich mich auch zählen muss, an einer solchen Jagd beteiligen, ist dann eine andere Sache.

Ich halte besonders diese Treibjagden für Tierquälerei. Die Tiere werden in die Enge getrieben und gehetzt; das ist doch Stress pur für die Viecher und das nur zum Spaß der Jäger. Ich kann aber so gar nicht beurteilen, ob es sinnvoll oder vielleicht sogar erforderlich ist, Tiere abzuschießen oder ob das nur zweifelhafte Freude, vielleicht sogar Triebbefriedigung dieser Jäger ist.

Copain

Forenbeiträge: 10


Nach oben
04.09.2019 21:17 Uhr
Ich halte dieses "Event" für ethisch (nach)fragwürdig, weil Teilnehmer, die sich für diese "Gesellschafts"jagd anmelden, möglicherweise nicht wissen was tun.
Ob ausgerechnet ein Jäger die Teilnehmer objektiv aufklärt?

Bitte schaut Euch die Links meines ersten Beitrages an.
Man findet dort auch Informationen zu Treibjagden.

adventurefox

Forenbeiträge: 1851


Nach oben
05.09.2019 11:02 Uhr
Danke für die beiden Links.

Auch wenn ich den einen oder anderen Argumentationsbeitrag auf den verlinkten Seite für überzogen halte, passt der Grundtenor schon für mich. Insbesondere bin ich davon überzeugt, dass sich bejagte (oder sonst wie gefährdete) Populationen schneller vermehren.

Realität ist eine Illusion, die durch Mangel an Alkohol entsteht (Irische Weisheit).


_Reinicke_

Forenbeiträge: 83


Nach oben
05.09.2019 18:31 Uhr
Copain hat folgendes geschrieben:
Ich halte dieses "Event" für ethisch (nach)fragwürdig, weil Teilnehmer, die sich für diese "Gesellschafts"jagd anmelden, möglicherweise nicht wissen was tun.
Ob ausgerechnet ein Jäger die Teilnehmer objektiv aufklärt?
Bitte schaut Euch die Links meines ersten Beitrages an.
Man findet dort auch Informationen zu Treibjagden.

Ich gehe mal davon aus, dass die Seiten, die Du verlinkt hast mit Deiner Meinung konform gehen, was ja auch völlig ok. ist, aber objektiv ist das sicher nicht. Es ließen sich sicher auch Interseiten finden, die Argumente für solche Jagden liefern.
Ansonsten muss das jeder mit seinem Gewissen vereinbaren. Ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, habe keine Ahnung davon und würde da nicht mitmachen wollen.
Solche Events kann man hier wohl auch nicht verbieten, aber hast Du mal den Initiator angeschrieben?

Copain

Forenbeiträge: 10


Nach oben
05.09.2019 19:33 Uhr
Auch die Gegner der Jagd verfolgen Ihre Interessen. Die Darstellung der Webseite des zweiten Links ist mir ebenfalls zu reißerisch und knallig; die von PETA finde ich gut.
Aus Überzeugung denke ich, daß in unserer Zeit, in der die Jagd zur Nahrungsbeschaffung nicht mehr nötig ist, nur noch Tiere ein Recht auf die Jagd haben sollten (Wolf, Beutegreifer etc.). Und die sorgen mit Sicherheit eher für ein natürliches Gleichgewicht im Wald als es die Jäger tun.
Der Initiator hatte dieses "Event" schon einmal eingestellt und ich habe diesbezüglich auch keinen missionarischen Eifer ihn umstimmen zu wollen. Aber vielleicht verfolgt er ja diese Diskussion.
Auch ganz ehrlich, es freut mich natürlich, daß sich noch keiner angemeldet hat.

sonne55

Forenbeiträge: 3260


Nach oben
05.09.2019 21:40 Uhr
Ist doch noch lange hin bis November, wollte schon immer mal an der Treibjagd teilnemen

_Reinicke_

Forenbeiträge: 83


Nach oben
06.09.2019 19:30 Uhr
... 50 Leute ballern im Wald herum und zielen dabei auf alles was sich bewegt. Hin und wieder wird ja auch mal ein zweibeiniges Wild getroffen.

Eis

Forenbeiträge: 1576


Nach oben
08.09.2019 00:14 Uhr
Copain hat folgendes geschrieben:
...
Aus Überzeugung denke ich, daß in unserer Zeit, in der die Jagd zur Nahrungsbeschaffung nicht mehr nötig ist, nur noch Tiere ein Recht auf die Jagd haben sollten (Wolf, Beutegreifer etc.). Und die sorgen mit Sicherheit eher für ein natürliches Gleichgewicht im Wald als es die Jäger tun.
...

Im dichtbesiedelten Mitteleuropa ist das Gleichgewicht im (meistens aktiv bewirtschafteten) Wald eh völlig durcheinander. Zuviele Tiere, die falschen Tiere, zuwenig Tiere einer anderen Art... irgendwas ist immer. Entweder wächst der Wald unkontrolliert und wird nicht zurechtgestutzt, oder er wird so kahlgefressen, daß nichts mehr nachwächst.
Zur Nahrungsbeschaffung jagt heutzutage kein Mensch mehr. Und wer wirklich aus purer Lust an der Ballerei herumballern möchte, für den finden sich andere Events (Hochzeitskorsos z.Bsp). - dafür braucht man weder Gummistiefel noch einen Jagdschein.

*happiness

Forenbeiträge: 2174


Nach oben
10.09.2019 03:33 Uhr
Unabhängig davon, dass ich dem Jagen an sich auch nichts abgewinnen kann, gefischt und geangelt wird doch aber auch und da regt sich keiner drüber auf. Auch das braucht kein Mensch mehr zur Nahrungsbeschaffung und dennoch ist es ein akzeptiertes Hobby. Macht für mich grundsätzlich keinen Unterschied ob sich 50 Leute ans Ufer stellen und angeln oder selbige durch den Wald hetzen und der Jäger ballert rum. Letzteres ist nur lauter, in beiden Fällen sterben Lebewesen für „die Freude des Menschen“!

Alles hat sein Für und Wider, egal um welchen Lebensbereich es geht!

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen! (J. W. v. Goethe)


sonne55

Forenbeiträge: 3260


Nach oben
10.09.2019 09:57 Uhr
genau @happy so ist es. Was die Industrie macht, das ist das was zu verteufeln ist. Sie fischen die Meere leer, alles in Massen um Geld zu machen, egal bei was. So ist es auch mit dem Fleisch uns all dem anderen. Alles in Massen und hinterher vernichten.

Copain

Forenbeiträge: 10


Nach oben
10.09.2019 18:50 Uhr
Ein Event "Wettangeln" wäre natürlich genauso daneben. Allerdings sehen und wissen die Teilnehmer was sie tun.

Bei einer Treibjagd wäre ich mir nicht so sicher. Die Treiber versetzen die Tiere des Waldes in Angst und Schrecken, die flüchten panisch, Familienverbände oder Rotten werden auseinander- und den Jägern vor die Flinte getrieben.
Dann können sie nur noch hoffen, daß die Jäger gute Schützen sind. Wird das Wild nur angeschossen verlängert sich das Leid. Der Eventteilnehmer wird von dem, was er anrichtet, nicht viel zu sehen bekommen.

@Eis Der Mensch verbraucht für Siedlungen, Straßen und Landwirtschaft immer mehr Fläche. Die darin lebenden Tiere können sich ja leider nicht in Luft auflösen. Der Jäger wird`s schon richten.

In Abwesenheit des Menschen hilft sich die Natur selbst, da braucht es keine Jäger!
https://www.geo.de/natur/tierwelt/77-rtkl-tschernobyl-wie-d
as-leben-die-todeszone-zurueckkehrte

_Reinicke_

Forenbeiträge: 83


Nach oben
10.09.2019 20:56 Uhr
Copain hat folgendes geschrieben:
... @Eis Der Mensch verbraucht für Siedlungen, Straßen und Landwirtschaft immer mehr Fläche. Die darin lebenden Tiere können sich ja leider nicht in Luft auflösen. Der Jäger wird`s schon richten.
In Abwesenheit des Menschen hilft sich die Natur selbst, da braucht es keine Jäger! ...

Ja, das ist sehr wahr und richtig. Allerdings ist der Mensch in unseren Breiten nunmal zahlreich anwesend und es werden immer mehr. So gesehen, müsste es bei uns im Umkehrschluss Tiere geben, die Menschen jagen. Die Menschen denken aber sofort an Rotkäppchen, wenn sie einen Wolf aus der Ferne sehen, obwohl der Mensch gar nicht in sein Beuteschema passt. Dafür kann man regelmäßig im Grunewald beobachten, wie Menschen Wildschweine (an)füttern), um sich dann zu beklagen, dass die immer mehr werden und mitunter auch gefährlich.
Treibjadgen halte ich wegen des Treibens, also Hetzen und in die Enge Treiben auch für Tierquälerei, offensichtlich gesetzlich legithimiert. Natürlich braucht in Mitteleuropa niemand auf die Jagd oder zum Angeln zu gehen um satt zu werden, schließlich gibt es an jeder Ecke etwas essbares zu kaufen. Man sollte das aber etwas differenzierter betrachten.
Ich habe 2 Kollegen, die fahren fast jades Jahr zum Angeln nach Skandinavien, um mit der Freimenge von 20 kg auf Eis wieder nach Hause zu kommen. Diese Leute sind sehr bemüht den Fische ein möglichst qualarmes Ende zu bereiten, kurz und schmerzlos und verwerten mit Familie und Freunden alles selber. Im Gegesatz zur industriellen Ausbeutung der Meere, ist das Angeln zig Mal ökologischer, die machen nämlich keinen Beifang in Form von viel zu kleinen, also jungen Fischen oder ganzen Delphinen, die jämmerlich in den Netzen verrecken. Außerdem schätzt man wohl Selbsterlegtes als Nahrungsmittel viel mehr und es schmeckt natürlich auch viel besser, als das Zeug aus der Dose oder der Kühltruhe bei Aldi.
Ein Nachbar eines Bekannten ist Jäger und Förster. Allerdings hält der klassisch Ansitz und lauert mit der Knarre im Anschlag in der Dämmerung auf den vorbeiziehenden Zwölfender oder den dicker Keiler. Auch dort wird das geschossene Tier im privaten Umfeld komplett vertilgt.

Glaubt jemand, den Tieren in der Massentierhaltung geht es, selbst bei Einhaltung aller Tierschutzvorschriften besser?

sonne888

Forenbeiträge: 6831


Nach oben
11.09.2019 07:57 Uhr
sorri was ist das für eine Auseinandersetzung, 2 reißerische Webseiten einstellen mit zum himmelschreienden "Wahrheiten" sich aber nicht mit dem Eventbetreiber reiben wollen der warscheinlich Auskunft darüber geben könnte.

Treibjadt ja / nein, klar kann man sich darüber streiten aber sicher doch vor allem mit Leuten die wissen warum weshalb wieso.


Zitat: Aus Überzeugung denke ich, daß in unserer Zeit, in der die Jagd zur Nahrungsbeschaffung nicht mehr nötig ist, nur noch Tiere ein Recht auf die Jagd haben sollten (Wolf, Beutegreifer etc.). Und die sorgen mit Sicherheit eher für ein natürliches Gleichgewicht im Wald als es die Jäger tun.


Hast Du Dich mal mit den Tätigkeiten eines Jägers näher beschäftigt?
Er wird gerufen wenn der Kindergarten über Wschbären klagt die am Tage die Papierkörbe hamstern, vom Pastor weil Schweine die Gräber umlegen, von der Polizei weil wieder einmal ein angefahrenes ! Rehwild an der Straße liegt und vor allem von den Bauern , vor allem Kleinbauern , die Wildschaden befürchten oder wenn Du Pech hast schon haben den sie Dir in Rechnung stellen.
Dann kümmerst Du Dich um Hochsitze Wege, salzlecken für die Tiere, Winterfutter wenn es denn mal knapp wird, stellst zu Deinen Unkosten Fallen für Waschbären auf weil sie überhand nehmen , da der Wolf sie leider nicht auf seine Speisekarte hat und sie die Entennester , Rebhühner usw. ausräubern .
Es gibt sogar neuerdings Kurse um Krähenjagd wieder zu erlernen da sich Ihre anzahl rapide erhöht hat und Speisekarte gern aus Kleinvögeln, Eiern, Kälbreraugen usw. bestehen.
Leider werden sie weder von Wölfen und anderen Beutegreifern gejagd, Sie sind sehr wehrhaft, schlau und schnell.

Ja dann hat der Jäger natürlich auch mal Zeit für die Jagd, nachdem er sich ständig der Wildspuren versichert hat und in etwa glaubt zu wissen auf welchem acker sichdas wild denn mal sehen lässt. vielleicht schießt er mal ein stück wild, vielleicht auch 5 x nicht.

Das zum Thema blutrünstiges Hobby zur befriedigung des eigenen Blutrausches.

zum anderen , Wild vermehrt sich auf Grund großen Futteraufkommens und zu wenig natürlicher Feinde.
sorri aber wenn sich bejagtes und gefährdetes Tier mehr vermehren würde hätten wir weltweit kein Aussterbeproblem.
Die Wildschweine haben derzeit schlaraffenland, große Felder am besten noch mit hohem Mais, kaum noch Feldränder, also fließender Übergang zum futterplatz ;), milde Winter, Waldfrüchte in Hülle und Fülle, kaum schnee also auch keine guten winterjagdbedingungen. Bei Nahrungsparadiesischen zuständen neigt ein Schwein dazu schnell mal einen wurf nachzulegen, junge Bachen werden schneller geschlechtsreif usw.

Dazu kommt die Angst vor der afrikanischen Schweinepest aus dem Osten und der Jäger ist aufgefordert den Schwarzkittekbestand klein zu halten... nicht weil man um das Wo0hl der Tiere besorgt ist sondern um unsere Schweinmastanlagen!!!!
Aber wie soll er das anstellen wenn Jagdbedingungen immer schwieriger für Ihn werden.
Die im Herbst stattfindenden Treibjagdten sollen da helfen.

Ich kann die Agumente verstehen die dagegen sprechen, es gibt große Metzeljagdten aber eher in großen Naturschutzgebieten wo sonst nicht gejagt wird ...leider ...und das ist grausam und eigentlich unnötig.

Im kleineren...nun ja ...ich verstehe die Motivation zumindestens .
Letzlich braucht es ein besseres zusammenspiel der Großrflächenlandwirtschaft und der Jäger, sonst wird das nix.

Klar muss es kritische Auseinandersetzungen geben aber bitte mit ernsten Argumenten und nicht mit igendwelchen aufgeschnappten Parolen.
Es gibt immer solche und solche, auch unter den Jägern. und es fehlt mancherorts an regularien, Kontrollen.
Es gibt Streit wie überall, unsinnige Beschlüsse usw. usw.
Aber ich habe alle Achtung vor Ihrer arbeit, die eigentlich über ein hobby weit hinaus geht.

ach ja und wer auf den wolf warten will der alles richtet vieeeel spaß...
der nimmt doch auch lieber das eingezäunte Schaf um sich seinem Blutrausch hinzugeben.

ach ja ...zurück zur Natur...
dann bitte als erstes die autos verbieten, soviel Jungfüchse die auf den Straßen platt gemacht werden (wo sie doch nach neuestem wissensstand nur noch Mäuse fressen ) und anderes Wild...das schafft nicht mal ein guter Jäger

sonne888

Forenbeiträge: 6831


Nach oben
11.09.2019 08:07 Uhr
at all, ich kann nur empfehlen öfter mal mit einem Jäger auf "streife" zu gehen (also nicht auf Pirsch)
, soviel interessantes was Ihr sehen und hören werdet über das verhalten von Tieren , ihren Spuren, Hölen usw...
sehr beeindruckend und leerreich.

der letzte fuchsbau den ich gesehen habe war übersäht mit spuren der spielenden kleinen und der Eingang mit Federn der Hühner nebenan:))

Copain

Forenbeiträge: 10


Nach oben
11.09.2019 12:57 Uhr
Das Thema heißt "Eine Treibjagd als Event" und nicht "Eine Treibjagd auf Jäger".

Die Webseiten bieten u.a. Informationen zum Thema Treibjagd. Damit sich mögliche Teilnehmer darüber informieren können was bei einer Treibjagd passiert.
Diese Form der Jagd ist umstritten und ich denke, sowas muss man nicht als Event einstellen.

Die Webseite von Peta fand ich beeindruckend und lehrreich. Deshalb hier noch einmal:
https://www.peta.de/jagdirrtuemer

*happiness

Forenbeiträge: 2174


Nach oben
11.09.2019 13:00 Uhr
@sonne

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen! (J. W. v. Goethe)


sonne888

Forenbeiträge: 6831


Nach oben
11.09.2019 14:08 Uhr
Ja durch Wiederholung wird die Seite nicht weniger reißerisch und polarisierend. Und dort wird Jäger und Jagd grundsätzlich in Frage gestellt. .. also nicht wundern wenn die Diskussion hier auch so aufgefasst wird.
Drückjagden machen wenige % aus .. nicht alle Jäger beteiligen sich daran sondern bevorzugen Ansitz im eigenen Revier. Er weiß was und wann er schießen kann.
Den natürlichen Lebensraum für Wildtiere gibt es doch längst nicht mehr..der sich dann auch noch alleine reguliert... schön wärs und letzlich auch viel sinnvoller sich um diesen Lebensraum geziehlt zu kümmern als den Jäger dafür verantwortlich zu machen.
Komisch das beim Wildunfall niemand aufschreit...

Ich glaube nicht an : Die Natur hilft sich schon selbst.. dazu ist schon viel zu sehr in natürliche Lebenswelten eingegriffen worden.
Und überall dort wo eine moderate Jagd nicht erlaubt war weil Tierbestand vor ging hat sich eine Population so gut erholt und vermehrt das sie zur plage wurde (Krähen, Waschbären, teilweise der Bieber in manchen Regionen usw. usw. ) . Da auf Selbstregulation zu hoffen ist naiv und unrealistisch. .wo soll die herkommen ? Ach ja der Wolf

sonne888

Forenbeiträge: 6831


Nach oben
11.09.2019 14:09 Uhr
Selbst in Berliner Parks wird teilweise gejagt. . Z.T. mit Jagdfalken um gegen Kaninchenplage vorzugehen ... nur mal so am Rande
Im Rand Berlin sogar wieder mit Pfeil und Bogen... wg. Der Schwarzkittelplage...

sonne888

Forenbeiträge: 6831


Nach oben
11.09.2019 14:28 Uhr
Sorri das ich etwas ausgeufert bin . Zum reinen Treadthema. Finde es auch etwas unglücklich als Event. Informieren sollte sich generell jeder vor Events woran er sich beteiligt und ich würde das für mich auch ausschließen

_Reinicke_

Forenbeiträge: 83


Nach oben
11.09.2019 20:19 Uhr
... ich finde es nicht ausufernd, sondern differenziert. Mit ein paar Parolen kommt man nicht weit. Allerdings kann ich Treibjagden dennoch nicht fur gut befinden. Es handelt sich immerhin um Lebenwesen, auch wenn der Mensch selber die Ursachen für eine mutmaßliche Notwendigkeit für solche Jagden setzt.

@Copain: Die Frage ist wirklich, was Du mit diesem Thread bezwecken willst. Glaubst Du, dass dieses Event verschwinden würde, wenn sich hier User scharenweise dagegen aussprechen würden? - Das wird nicht funktionieren. Ich frage nochmal: Hast Du den Initiator mal dirket kontaktiert? hast Du ihn nach seiner Motivation gefragt? Hast Du ihn eingeladen, hier selber seinen Standpunkt zu schreiben? hast Du ihm direkt Deine Sichtweise zu diesem Event mitgeteilt? "Vielleicht liest er ja mit" wird wohl auch zu nichts führen. Du willst ihn nicht missionieren, aber sien Event willst Du auch nicht akzeptieren.

Jeder muss selber wissen, zu welchem sog. Event er sich anmeldet oder eben auch nicht. ich möchte an diesem Event auch nicht teilnehmen, trotzdem bin ich gegen eine Eventzensur. Oder sollen wir im Forum erstmal abstimmen, welches Event gut ist und welches nicht; die unguten werden dann gelöscht? -Wohl kaum.

Copain

Forenbeiträge: 10


Nach oben
11.09.2019 22:25 Uhr
Ich frage mich ob man eine Treibjagd als Event einstellen sollte. Und mich interessiert die Meinung anderer BeSis zu diesem Thema. Punkt.
Events sollen Spass und Freude bringen, lehrreich oder unterhaltsam sein, in Gemeinschaft mit anderen schöne Stunden erleben, gemeinsam Sport treiben oder essen gehen.....was weis ich.

Was ist das für ein "Event", bei dem es um das Treiben und Töten von Wildtieren geht? Was bringt es dem Teilnehmer und wer zieht welchen "Nutzen" für sich aus einer solchen Veranstaltung? Das interessiert mich.

Es geht mir nicht um Eventzensur.
Der Initiator wird von seinem Tun überzeugt sein, ist vermutlich Jäger, hat das "Event" schon mehrfach eingestellt und dann soll er es auch machen. Ich will es ihm nicht ausreden, weil es ist mir egal.

Vielleicht bin ich auch zu empfindlich, ein Sensibelchen, einer, der an solchen Events niemals teilnehmen würde! Wenn der Thread aber einige zum Nachdenken angeregt hat bin ich schon sehr zufrieden.

adventurefox

Forenbeiträge: 1851


Nach oben
12.09.2019 08:59 Uhr
Damit die Spekulationen zum Initiator dieses Events und zu den Möglichkeiten seiner Stellungnahme nicht weiter ausufern, möchte ich folgende Informationen geben:

Der Initiator des betreffenden Events ist Mitarbeiter einer Oberförsterei im Land Brandenburg und somit hauptberuflich mit den daraus resultierenden Themen befasst (z. B. Waldzustand, Maßnahmen zu dessen Veränderung, Bewirtschaftung, Erhalt von Flora und Fauna, Risikoanalysen und Gefahrenabwehr). Diese thematische Aufzählung entspringt nicht aus einer Stellenausschreibung für Forstmitarbeiter, sondern meiner laienhaften Einschätzung. Daher könnte man davon ausgehen, dass die zur Rede stehenden Treibjagden, die der Initiator bereits seit Jahren hier regelmäßig einstellt, bezüglich aller einschlägigen Regelungen und Normen "professionell" organisiert sein dürften.

Wie man zum Thema der Jagd, insbesondere der Treibjagd steht, muss vermutlich jeder für sich selbst beantworten.

Teilnehmer, die sich zu diesem Event anmelden, könnten dies aus der Motivation heraus tun, einen halben Tag an der frischen Luft zu verbringen, eine behördliche Maßnahme zum Zwecke der Optimierung bestehender Zustände zu unterstützen und anschließend noch eine Wildschweinbratwurst zu verspeisen.

Aufgrund meines seit Jahren bestehenden persönlichen Kontakts zum Eventinitiator behaupte ich aufgrund der daraus gewonnenen Erfahrung, dass es nicht zu seiner Hauptmotivation gehören dürfte, die aus seiner Sicht erforderliche Notwendigkeit einer Treibjagd hier im Forum der Berliner Singles zu begründen.

Sofern Du, Copain, weiterhin Interesse an seiner Motivation zur Durchführung der Treibjagden hegst, empfehle ich Dir das persönliche Gespräch im Rahmen der beiden jährlich stattfindenden Waldfeste in der betr. Oberförsterei zu suchen, die er regelmäßig auch hier als Event einstellt. Ich bin mir sicher, dass er seine Standpunkte in diesem Rahmen sachlich darlegen würde.

Realität ist eine Illusion, die durch Mangel an Alkohol entsteht (Irische Weisheit).


sonne888

Forenbeiträge: 6831


Nach oben
12.09.2019 14:25 Uhr
Zitat:Ich frage mich ob man eine Treibjagd als Event einstellen sollte. Und mich interessiert die Meinung anderer BeSis zu diesem Thema. Punkt. Events sollen Spass und Freude bringen, lehrreich oder unterhaltsam sein, in Gemeinschaft mit anderen schöne Stunden erleben, gemeinsam Sport treiben oder essen gehen.....was weis ich. Was ist das für ein "Event", bei dem es um das Treiben und Töten von Wildtieren geht? Was bringt es dem Teilnehmer und wer zieht welchen "Nutzen" für sich aus einer solchen Veranstaltung? Das interessiert mich.


Es gibt doch sicher auch Jagdinteressierte hier, sowie Angelsportfreunde ect. ect. , unterschiedliche Interessengruppen al la coleur usw....Du kannst Dich hier genauso für Umweltschutz, Tierschutz usw. einsetzen...werben...

auch Treibjagd kann ein Gruppenerlebnis sein... und für den einen ist es sinnlos und Tierquälerei, für den anderen nützlich, notwendig usw. , wie schon gesagt kommt es auf die persönliche Bewertung an.... und es steht ja nicht Waldspaziergang da sondern das was es ist... TREIB-JAGD

Klar ist es okey sich darüber Gedanken zu machen... sollte man auch ...

Aber ehrlich gesagt...wer macht sich schon Gedanken darüber wie das Schwein wohl gestorben ist welches er grad in Bratwurstform verspeist...doch die wenigsten... (das soll jetzt keine Schleichwerbung für Treibjagden sein ;))

*happiness

Forenbeiträge: 2174


Nach oben
13.09.2019 06:20 Uhr
Oh @sonne, glaub mal nicht, dass sich „die wenigsten“ darüber Gedanken machen, wie das Schwein zur Bratwurst wurde. Sonst gäbe es ja diese Diskussion nicht. Nicht anders ist es zu bewerten, dass unter anderem Tofu-Würste im Regal liegen Nichtsdestotrotz traue ich jedem Menschen zu, selbst zu entscheiden, ob er/sie/es an solch einem Event teilnimmt und sich darüber ggf. auch informiert. Denn @adventure hat schon richtig erwähnt, es wird seit Jahren von einem Initiator angeboten, dem man fachliches Wissen unterstellen darf und der vermutluch nicht einfach wahl- und orientierungslos losrennt. Ich vermute auch, dass er die Interessenten zuvor sogar aufklärt und sollte dies nicht geschehen, kann jeder in menschlicher Manier und Eigenregie selbst Fragen stellen. Jedenfalls würde ich das tun, sollte ich jemals daran teilnehmen, was ich jedoch ausschließen kann. Aber ’ne Bratwurst und ‘nen Grillnachmittag könnte ich mir vorstellen...

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen! (J. W. v. Goethe)


Steria

Forenbeiträge: 747


Nach oben
13.09.2019 07:31 Uhr
Copain hat folgendes geschrieben:
Ich frage mich ob man eine Treibjagd als Event einstellen sollte. Und mich interessiert die Meinung anderer BeSis zu diesem Thema. Punkt.
Events sollen Spass und Freude bringen, lehrreich oder unterhaltsam sein, in Gemeinschaft mit anderen schöne Stunden erleben, gemeinsam Sport treiben oder essen gehen.....was weis ich.

Was ist das für ein "Event", bei dem es um das Treiben und Töten von Wildtieren geht? Was bringt es dem Teilnehmer und wer zieht welchen "Nutzen" für sich aus einer solchen Veranstaltung? Das interessiert mich.

Es geht mir nicht um Eventzensur.
Der Initiator wird von seinem Tun überzeugt sein, ist vermutlich Jäger, hat das "Event" schon mehrfach eingestellt und dann soll er es auch machen. Ich will es ihm nicht ausreden, weil es ist mir egal.

Vielleicht bin ich auch zu empfindlich, ein Sensibelchen, einer, der an solchen Events niemals teilnehmen würde! Wenn der Thread aber einige zum Nachdenken angeregt hat bin ich schon sehr zufrieden.

Zitat;"Es geht mir nicht m Eventzensur".

sonne888

Forenbeiträge: 6831


Nach oben
13.09.2019 08:39 Uhr
@ Happy. .ja das war so ein kleiner Hinweis auf die oft auch unbewusste Doppelmoral des Menschen von der ich mich hier auch nicht ausschließen will... man regt sich auf wenn ein Tier erschossen wird und ist gern auch mal Fleischliches dessen Herkunft bzw Leben und sterben vor der Bratwurst auch nicht klar ist..
Das Reh läuft vors Auto... selten wird das Reh betrauert.. eher der arme Autofahrer und sein Blechschaden.. Vielleicht ist er zu schnell gefahren, hat das Warnschild übersehen usw. Usw..also auch nicht nur Opfer.

Nur mal am Rande bemerkt... als Denkanstoß gedacht.
Abgesehen davon ist so ne Wildwurst schon lecker

*happiness

Forenbeiträge: 2174


Nach oben
13.09.2019 11:12 Uhr
Japp, bin bei der Dopoelmoral voll bei dir!
Wann wollen wir Wildwurst grillen?

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen! (J. W. v. Goethe)


sonne888

Forenbeiträge: 6831


Nach oben
13.09.2019 11:36 Uhr
..

Steria

Forenbeiträge: 747


Nach oben
14.09.2019 08:32 Uhr
Die Jagd berfriediegt aus meiner Sicht ausschließlich den Jagdtrieb des Menschen auf das gejagte Tier. Dafür gehen Ihnen keinerlei Argumente , die für die Jagd sprechen aus. Schon der Adel machte die Jagt Salonreif und zu einem großen Event! Die Grausamkeit des Menschen ist grenzen und mitleidslos.



Jetzt kostenlos registrieren

Einfach anmelden und verlieben!


  • Eigenes Profil mit Bildergalerie erstellen

  • Besucher des eigenen Profils sehen

  • Persönliche Nachrichten erhalten

  • Profilfoto anderer Mitglieder sehen

  • Persönliche Favoritenliste erstellen

Aktuelle Themen in anderen Foren  
Das Berliner Singles Forum ..die M i s t - e c k e
Feedback und Ideen "Dabei seit:" nicht mehr in den Profilen angezeigt
Events Konzert Morgan Evans am 9.9.2019 im Frannz
Sportforum Aqua, Fitness First Zehlendorfer Welle 55+ weibl
Plauderecke ... hören und sehen ... einfach so
Philosophie & Poesie Das Ende...
Reisepartner finden Schnupperwoche in Bad Füssing vom 10. - 17.11.19
Flohmarkt Suche Single-Party "Fisch sucht Fahrrad" am 11.10.2019
Flohmarkt Biete Propaganda Konzert am 06.09 im Columbia Theater.