Ausverkauft! "Die Hermannschlacht" nach Christian Dietrich Grabbe,Gefängnistheater in der JVA Tegel

Ausverkauft! "Die Hermannschlacht" nach Christian Dietrich Grabbe,Gefängnistheater in der JVA Tegel

Achtung! Nun aber endgültig! Sämtliche Theatertage sind komplett ausverkauft!

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Seit inzwischen knapp 20 Jahren arbeitet das Gefängnistheater aufBruch kontinuierlich in der Berliner Justizvollzugsanstalt Tegel, in der Jugendstrafanstalt Berlin, in der JVA Plötzensee oder in der neuerrichteten JVA Heidering, alles Justizvollzugsanstalten des geschlossenen Männervollzuges.

Außerhalb Deutschlands inszenierte aufBruch in einer russischen Jugendstrafkolonie und einer chilenischen Haftanstalt.
Durch seine vielfältigen Inszenierungen ist aufBruch mittlerweile ein fester Bestandteil in der Berliner Theaterszene geworden. Vom Kammerspiel bis zum aufwändigen Open Air weiß aufBruch ein immer größer werdendes öffentliches Interesse zu erringen und sein Publikum nachhaltig zu beeindrucken.


Mittlerweile gibt es bei uns BeSis schon einige treue Anhänger der immer wieder aufs Neue spannenden Inszenierungen des Gefängnistheaters "aufBruch".

Denen, die noch nicht dabei waren, sei folgendes zur Vorbereitung gesagt:

Die Aufführungen sind nicht nur aufgrund des Spielortes im Gefängnis an sich etwas ungewöhnlicher als die uns bekannten klassischen Theateraufführungen . Die Darsteller sind allesamt inhaftierte Laien, die täglich nach ihrer regulären Knastarbeit ihre Rollen einstudieren, dafür jeweils nur ca 6 - 7 Wochen Zeit zur Verfügung haben, während ein theatererfahrenes, künstlerisches Leitungsteam von "draussen" den professionellen Rahmen garantiert.

Im wechselnden, vielköpfigen Gefangenenensemble sind stets alle möglichen Akzente dabei, es wird oft auch gesungen, getanzt, zwischendurch das Stilmittel von Sprechchören eingesetzt, was auf Unvorbereitete manchmal etwas derb und laut wirken kann, die Inhalte zeigen gern auch mal Parallelen zum Gefängnistalltag , Gedanken von Freiheit, Schuld, Sühne und allem, was damit verbunden ist.

Uns haben bislang immer die besondere Kreativität und unglaubliche Spielfreude der Darsteller in den Bann gezogen, die sich für diese Arbeit freiwillig gemeldet haben und mit Feuereifer dabei sind....und wir sind immer wieder erneut überrascht, welche unerwarteten Talente da ganz häufig hinter Gefängnismauern schlummern.
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"Die Hermannschlacht" nach Christian Dietrich Grabbe

Hermann, dem Cherusker, gelingt im Jahre 9 im Teutoburger Wald das Unmögliche: mit partisanischer List lockt er die übermächtigen römischen Besatzer in den Hinterhalt unwegsamer germanischer Wälder, wo er vereint mit den bislang zerstrittenen Stammesfürsten die Legionen des Varus vernichtend schlägt. Im Siegesrausch holt Hermann zum Angriff gegen Rom aus, doch die germanischen Stämme verweigern ihm die Gefolgschaft.

Hermann, einst als Geisel nach Rom gebracht, wurde dort zum Feldherrn Arminius ausgebildet. Nach außen Römer, bleibt er doch Germane und geht als Held und Einiger in die deutsche Geschichte ein. Ende des 19. Jahrhundert erheben ihn deutsche Intellektuelle zum Sinnbild germanischer Vitalität und kämpferischer Überlegenheit.


Die Inszenierung im Innenhof der JVA Tegel setzt nach fast zehn Jahren Pause die aufBruch-Tradition des spezifischen Sujets „Freiluftgefangenentheater“ mit großen historischen Stoffen fort. Nach Spartacus, Nibelungen, Kohlhaas, Kain und Abel folgt mit „Die Hermannsschlacht“ aus der Feder Christian Dietrich Grabbes jetzt ein radikales Freiheitsdrama. Es galt lange als unspielbar aufgrund seiner ideologischen Vereinnahmung, seiner extremen Zeitsprünge, holzschnittartiger Figuren und seiner fast filmischen Dramaturgie.

Entstanden 1836 nach dem Deutschen Trauma der napoleonischen Fremdherrschaft, findet das Motiv des Einigers unterdrückter Völker gegen koloniale Übermacht seinen Widerhall auch in der jüngeren Geschichte.

Das Gefangenen-Ensemble schlägt mit dieser Inszenierung eine Brücke aus dem Jahre 9 hinein ins 20. Jahrhundert, in dem trotz ökonomischer Abhängigkeit und Entmündigung der Völker des Trikont der Freiheitsgedanken nicht erstickt werden konnte.

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Es spielt das Gefangenenensemble der JVA Tegel:
Adrian Zajac, Angelo, Atak, Frank T., H. Peter Maier C.d.F., Horst Grimm, Hussein, Ivan, Koray, Luis F., Mad Man, Mladen, Maurice, Nicolas, Paul E., Picasso, Sven-Eric, Tarek M.

Regie: Peter Atanassow
Bühne: Holger Syrbe
Kostüme: Esther Lüchtefeld
Dramaturgie: Hans-Dieter Schütt
Musikalische Leitung: Vsevolod Silkin
Choreographie: Ronni Maciel
Produktionsleitung: Sibylle Arndt
Regieassistenz: Kilian Bauer
Technische Assistenz: Petros Mandalos
Grafik: Dirk Trageser


Gefördert durch Zuwendungsmittel der Senatsverwaltung für Justiz, Vielfalt und Antidiskriminierung.
Unterstützt durch die JVA Tegel, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.

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Auf die Umsetzung des neuen Stücks und den aktuellen Realitätsbezug darf man wohl wieder gespannt sein.

Wer hat Lust, mich erneut zu begleiten?


Jeder besorgt sich seine Eintrittskarte selbst!

Start des Ticketverkaufs ist bereits übermorgen, Samstag, der 28. Mai um Punkt 11 Uhr!

entweder an der Kasse der Volksbühne Berlin , Montag bis Samstag von 11 bis 18 Uhr (Infotelefon: 030 240 65 777 )

oder

im aufBruch-Onlineshop (Infotelefon: 030 44049700) mit folgendem Link

https://shop.gefaengnistheater.de/shop/tag/tickets/die-hermannsschlacht/

Eine Karte kostet 15,- Euro/ ermäßigt 10,- Euro. Ermäßigungsberechtigt sind Schüler, Azubis, Studierende, Sozialhilfeempfänger, Senioren/Rentner. Die Ermäßigungsberechtigungen sind am Theatereinlass/Gefängnistor unaufgefordert vorzuzeigen.

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Besonderheiten:

Aufgrund des außergewöhnlichen Spielortes sind Tickets für diese Veranstaltungen nur im Vorverkauf und mit persönlicher Anmeldung erhältlich. Hierbei müssen die Personalien sämtlicher Besucher angegeben werden: Name, Vorname und Geburtsdatum. Die Karten sind somit personengebunden und nicht übertragbar.
Der Besuch der Vorstellung ist ab einem Alter von 14 Jahren erlaubt. Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren dürfen die Veranstaltung nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten besuchen, Jugendliche zwischen 16 und 18 auch mit schriftlicher Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten. Der Einlass ins Gefängnis erfolgt nur nach Vorlage eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses sowie eines tagesaktuellen negativen Coronatests. Wertgegenstände wie Handys, Schlüssel, Geld, Kreditkarten usw. sowie Nahrungsmittel dürfen nicht mit in die Anstalt eingebracht werden. Hierfür stehen am Torbereich Schließfächer zur Verfügung, für die Sie eine 1 € oder 2 € Münze benötigen. Aufgrund geringer Schließfachgrößen bitte kein Großgepäck mitführen. Bitte beachten Sie beim Aufführungsbesuch die in der JVA gültigen Hygieneregeln (Mindestabstand, Tragen von FFP2-Maske im Eingangsbereich und in geschlossenen Räumen).

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Wir treffen uns am Tor 2. Dortiger Einlass ab 16.50 Uhr bis 17.40 Uhr.

Kein Nacheinlass! Also nicht zu spät kommen!

Die Aufführung beginnt um 18.00 Uhr und dauert ca 100 Minuten !

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Anreise:

mit der U6 bis Bahnhof Otisstraße oder Holzhauser Straße

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Anmeldungen (2)


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Anmeldungen 2

Mittwoch, 29.06.2022 16:30 Uhr

Seidelstraße 39, 13507 Berlin, Deutschland

Theater & Kabarett


Eventinformationen


Anmeldeschluss Samstag, 11.06.2022 20:15 Uhr

Kosten
15,- Euro /ermäßigt 10 Euro (für Schüler, Azubis, Studierende, Sozialhilfeempfänger und Rentner)

Teilnehmer 2 (keine Männer und 2 Frauen )

Max. Teilnehmer Keine Teilnehmerbegrenzung

Max. Begleitpersonen Keine Begleitpersonen

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