Brief an einen jungen Philosophen

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Festus

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01.01.2019 15:07 Uhr
https://www.heise.de/tp/features/Brief-an-einen-jungen-Phil
osophen-4250192.html?seite=all


Mal eine andere Neujahrsansprache.

Eis

Dabei seit: 16.02.2012
Forenbeiträge: 1557


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01.01.2019 20:25 Uhr
Der junge S. wird sich trotz der vielen wohlmeinen Worte sicher nicht von seinem Weg abbringen lassen, sofort und unverzüglich ein wertvoller Philosoph der Gesellschaft sein zu wollen.

Steria

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01.01.2019 20:57 Uhr
Bis lang ist der junge S weder ein Philosoph noch hat er sich für das Studium entstschieden. Alles was der Autor des Briefes tut,ist reine Spekulation und Projektion, die er mit seinen Worten an den Adessanten richtet!!

Frühlingsbote

Dabei seit: 12.01.2017
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02.01.2019 00:41 Uhr

If zombies eat brains most people are safe.


Eis

Dabei seit: 16.02.2012
Forenbeiträge: 1557


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02.01.2019 21:19 Uhr
"...von Deiner Mutter erfuhr ich, dass du beschlossen hast, in B. Philosophie zu studieren..."

Das ist (zumindest für mich) nur sehr schwer zu interpretieren als "noch keine Entscheidung für ein Studium"

Festus

Forenbeiträge: 313


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02.01.2019 23:22 Uhr
Steria hat folgendes geschrieben:
reine Spekulation und Projektion
Das mag so scheinen, wenn der Blick durch güldene Gardinen verhangen ist.

Steria

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04.01.2019 01:24 Uhr
Die Mutter, die Mutter!!!

*happiness

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04.01.2019 05:01 Uhr
Auf jeden Fall hält er sich akribisch an seine eigenen Ratschläge und fasst sich äußerst kurz

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen! (J. W. v. Goethe)


Steppendroid

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04.01.2019 13:37 Uhr
Das, was heute als Philosophie bezeichnet wird, ist doch keine Philosophie mehr. ^^ Philosoph ist man oder ist man nicht - das lässt sich nicht studieren. Philosophiestudenten studieren doch viel mehr nur die Geschichte der Philosophie, ohne dabei aber zu Philosophen zu werden.

Nur wer fällt lernt zu fliegen!

saendmaen



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04.01.2019 16:18 Uhr
Steppendroid hat folgendes geschrieben:
Das, was heute als Philosophie bezeichnet wird, ist doch keine Philosophie mehr. ^^ Philosoph ist man oder ist man nicht - das lässt sich nicht studieren. Philosophiestudenten studieren doch viel mehr nur die Geschichte der Philosophie, ohne dabei aber zu Philosophen zu werden.


... das sandy das noch erlebt . das er dir mal beipflichten muß.
p.s. ... und die Beitragslänge ist auch noch zu ertragen.

*happiness

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04.01.2019 19:59 Uhr
Das stimmt wohl @stepp!

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen! (J. W. v. Goethe)


Festus

Forenbeiträge: 313


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06.01.2019 18:40 Uhr
Das Imperium schlägt zurück:
https://www.heise.de/tp/features/Warum-wir-dringend-mehr-Ph
ilosophie-brauchen-4265336.html

Steppendroid

Forenbeiträge: 1132


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07.01.2019 03:00 Uhr
Wir brauchen in der Tat mehr Philosophen, aber gewiss nicht mehr solcher Philosophiestudenten, die am Ende gewiss keine Philosophen sind, sondern Nachplapperer der Erkenntnisse diverser echter Philosophen vergangener Zeiten.

Nur wer fällt lernt zu fliegen!

saendmaen



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07.01.2019 07:03 Uhr
...was wir brauchen , sind mehr Klempner !

Festus

Forenbeiträge: 313


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07.01.2019 11:23 Uhr
Stimmt. Klempner tun nicht nur etwas Nützliches - sondern HAFTEN auch für ihre Arbeit - was sie generell vertrauenswürdiger macht als Philosophen, Politiker, Volkswirte, usw.

Ich bin ja ein Fan von Taleb. In seinem letzten Buch "The Skin in the Game" - im Sinne von "seine Haut rikieren", wenn man etwas tut - oder auch (für die Folgen seines Tuns) geradestehen.

Während er in seinem "Schwarzen Schwan" nachwies, dass Volkswirte, Soziologen etc. mit ihren Prognosen und Erklärungen immer wieder auf die Nase fallen (müssen) - weil sie mit "normalen" Verteilungen rechnen wo sie in Wirklichkeit skalierender Natur sind - ist es bei den Philosophen, wo es um Ethik, Moral geht, genau umgekehrt - funktionierende Regeln des Zusammelebens skalieren eben nicht - können also gar nicht allgemeiner Natur sein.

Der Unterschied von skalierenden und "normalen" Systemen - während sich letztere brav und berechenbar verhalten, und sich alles um Mittelwerte dreht - verhalten sich erstre unberechenbar und wild, zuweilen chaotisch. Den Unterschied kann man leicht feststellen - in "normalen" Verteilungen ändert sich der Mittelwert nicht, wenn man einzelne Werte zur Stichprobe hinzufügt oder wegnimmt - während das bei skalierenden Verteilungen sehr wohl der Fall ist - etwa wenn man ein "mittleres Einkommen" bestimmen wollte, zB wenn man die Frau Quandt in die Stichprobe aufnimmt oder nicht.

Es ist wirklich krass - wo in Ökonomie und Soziologie von"normalen" Sysrtemen ausgegangen wird, die tatsächlich skalierender Natur sind - geht man in der Moral, Ethik, Juristerei von allgemeinen, also skalierenden Regeln aus - wo doch deren Funktionalität abhängig von der Guppengrösse und damit NICHT skalierbar ist.

Während man Marx nachsagte, er habe die Hegelsche Diealektik vom Kopf auf die Füsse gestellt - passiert hier tratsächlich etwas von dieser Art. Der Schreibstil ist leider etwas gewöhnungsbedürftig. Wer mal schnuppern will:
https://books.google.de/books/about/Das_Risiko_und_sein_Pre
is.html

Steppendroid

Forenbeiträge: 1132


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07.01.2019 12:55 Uhr
@Festus Genau so ist es. Die meisten Volkswirte und Co. brauchen wir nicht, weil sie versuchen in einem chaotischen System Progrosen zu machen, die aus genannten Gründen nicht funktionieren können. Zumal selbst die Progrosen bereits die Entwicklung in unkontrollierter Weise beeinflussen. Wirtschaft ist ein dynamisch, chaotisches System, genauso wie das Wetter.

Moral und Ethik enthalten dagegen eher statische Werte, die für eine bestimmte Gruppe gelten. Zwar wandeln sich die Werte auch mit der Zeit, aber langsam und gut vorhersehbar. Grundlegende Verhaltensmuster des Menschen ändern sich nicht, so dass man sich der Psychologie bedienen kann, um vorherzusehen, wie sich die Moral und Ethik einer Gruppe unter bestimmten Bedingungen verändern wird. Je kleiner die Gruppe ist, desto schneller scheinen sich zudem die Moral und Ethik zu wandeln, wie es gut im Milgram-Experiment deutlich wurde. Wichtig dabei ist zudem, dass die Wiederholung solch eines Experiments sicherlich immer wieder zu den selben oder ähnlichen Ergebnissen führen werden, sofern den Probanden das Experiment nicht bekannt ist.

Die echte Philosophie hat jedoch nicht nur mit Moral und Ethik zu tun, sondern ist universell und beschreibt in erster Linie nur die Liebe zu Wissen. Also die Eigenschaft eines Menschen, sich mit großer Leidenschaft neues Wissen zu erschließen und eben nicht nur das Gelehrte zu glauben und damit zu meinen, alles bereits zu wissen. Ob jene Wissensfindung theoretischer oder praktischer Natur ist, spielt keine Rolle. So sehe ich z.B. Experimentalphysiker ebenso als Philosophen an, sofern sie wirklich neue Experimente wagen, um dadurch möglicherweise neues Wissen zu finden.

Geht man in der Geschichte zurück, waren Philosophen letztendlich Mathematiker, Physiker, Astronomen, Soziologen, etc. Sogenannte Universalgelehrte, die sich mit vielen Wissenschaften zu gleich beschäftigten. Erst später kam die Entwicklung auf, dass sich Menschen nur noch auf eine Sache konzentrierten, sprich spezialisierten, was insofern Sinn machte, da das angesammelte Wissen immer größer und damit immer schwieriger für einen Menschen zu stemmen war. D.h. aber nicht, dass es heute keine echten Philosophen mehr geben könne, denn die Liebe zum Wissen, ist nach wie vor universell. Niemand ist darin beschränkt, sich stetig neues Wissen in vielen oder wenigen Themenbereichen anzueignen.

Die Philosophie nur noch auf Moral und Ethik herunterzubrechen kommt dieser nicht gerecht, wesalb ich es ablehne, Philosophiestudenten als DIE Philosophen unserer Zeit zu bezeichnen. Zumal, wie gesagt, Philosophie nicht studierbar ist. Seit wann ist eine Liebe studierbar? Entweder man hat diese Liebe, oder man hat sie nicht. Kein Studium der Welt kann eine Liebe erzeugen.

Nur wer fällt lernt zu fliegen!


Steppendroid

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07.01.2019 12:58 Uhr
PS: Festus würde ich in der Sache als Beispiel als Philosoph ansehen, da er sich u.A. umfassend mit diesem Thema beschäftigt, sich selbst Wissen dazu aneignet und bestehende Strukturen kritisiert. Sowas macht man i.d.R. nicht, wenn nicht eine gewisse Liebe bzw. Leidenschaft dahinter steckt.

Nur wer fällt lernt zu fliegen!


Holunder70

Dabei seit: 22.02.2015
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08.01.2019 05:13 Uhr
Diogenes in der Tonne ...... ein junger Mann hat sich schon mal selber aufgegeben, in dem er meint, zwei linke Hände zu haben und somit nicht zum Handwerker taugt.


Was ist nicht körperlich anstrengend ? Denken und Fabulieren

Wende dein Gesicht immer der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.


*happiness

Forenbeiträge: 2086


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08.01.2019 06:55 Uhr
Es ist immer eine Frage der Perspektive:
Gebe ich mich auf wenn ich mich richtig einschätze oder bin ich (einfach nur) realistisch und objektiv?

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen! (J. W. v. Goethe)


Holunder70

Dabei seit: 22.02.2015
Forenbeiträge: 2589


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08.01.2019 08:20 Uhr
...oder einfach nur zu bequem? Soll ja vorkommen!

Wende dein Gesicht immer der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.


Steppendroid

Forenbeiträge: 1132


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08.01.2019 12:11 Uhr
Theoretisch kann jeder alles sein/machen, was er gedenkt sein/machen zu wollen, sofern jener bereit ist, die daraus resultierenden Konsequenzen zu tragen. Selbst mit zwei linken Händen kann man ein guter Handwerker werden. Viele Menschen reden sich viel ein, was sie vermeindlich nicht können, obwohl sie es könnten, würden sie sich das nicht einreden, sondern beginnen, es zu sein/machen.

Beispielsweise dachte ich früher in der Schule, ich könne einfach keine Vorträge halten. Lieber nahm ich eine 6 in Kauf, anstatt es je auch nur noch mal zu wagen. In der höheren Schule kam ich nicht mehr drum herum. Und ich konnte es dann doch, besser als je geglaubt, da ich aufhörte, mich auf die Zuhörer zu konzentrieren, und stattdessen im Thema meines Vortrags versank. Ich entwickelte meine eigene Art, es zu können; und kassierte damit eine 1 nach der anderen, obwohl ich das gar nicht anstrebte.

So ist es gewiss auch mit der linken Hand. Die macht es anders als die rechte, aber nicht unbedingt schlechter. Die Welt ist durch und durch rechts, klar, aber mit links gehts auch, wenn man will und die ganzen Rechten ignoriert - und das ist mal nicht politisch gemeint. Ich bin beispielsweise Rechtshänder und darauf getrimmt worden, dennoch ließ ich mich nicht davon beirren, und nutzte immer auch mal die Linke, wenn mir das als günstiger erschien. Ich lernte die Stärken und Vozüge meiner Linken kennen und zu nutzen. So ist meine Linke z.B. stärker, robuster und oft auch schneller und geschickter in groben Bewegungen, die rechte ist dagegen die sensiblere in feinen, filigralen Tätigkeiten.

Zusammengefasst bin ich der Meinung, man sollte nicht denken, was man alles könne oder nicht könne, sondern es bewusst und überzeugt einfach angehen oder eben sein lassen. Ebenso ist es ganz sicher hilfreich, aufzuhören zu denken, man müsse etwas perfekt können oder genauso machen, wie andere. Es ist nicht der Weg entscheidend, ebenso nicht das Ziel, sondern dass man in Bewegung bleibt und lernt sich selbst immer besser kennenzulernen. So sehe ich das zumindest derzeit.

Nur wer fällt lernt zu fliegen!


Steria

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08.01.2019 12:39 Uhr
Fakt ist ist auch, dass der Mensch Grenzen hat und nicht alles kann und auch nicht alles können muß! Und das ist auch legetim!

Steppendroid

Forenbeiträge: 1132


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08.01.2019 22:13 Uhr
Steria: Soweit richtig, niemand kann alles und niemand muss alles können, aber jeder hat das Potential vieles von allem Möglichen können zu können. Fast alle Grenzen legt man sich selbst und/oder die Gesellschaft.

Nur wer fällt lernt zu fliegen!


Steria

Forenbeiträge: 738


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08.01.2019 22:54 Uhr
Stimmt leider nicht ganz was die Grenzen betrifft sind sie manchmal tatsächlich unüberwindbar! Es liegt nicht immer in der eigenen Hand!

Steria

Forenbeiträge: 738


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08.01.2019 23:50 Uhr
Und das ist auch gut so. Grenzen haben einen Sinn. Sie bieten Schutz!

Steppendroid

Forenbeiträge: 1132


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08.01.2019 23:58 Uhr
Hast du ein Beispiel?

Nur wer fällt lernt zu fliegen!




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